Stichwortliste, Kategorie 2

Posted by on Juni 14, 2012

14.6

Jaja, das Blogpost schreiben. Wenn das so weiter geht bekommt ihr bald nur noch Stichwortlisten von mir. Das Problem ist, dass man nicht nur die täglichen Geschehnisse festhalten will, sondern auch was so im eigenen Kopf vorgeht. Das Schreiben besteht also aus zwei Kategorien wovon eigentlich eine schon mehr als genug Arbeit wäre. Die Kategorien könnte man als einerseits die Berichterstattung über innere und andererseits über äußere Ereignisse betiteln. Erstes macht irgendwie mehr Spaß, weil es weniger um die korrekte und anschauliche (manchmal anstrengende) Wiedergabe und Erinnerung von Geschehnissen geht als um das was einem gerade eh so im Kopf rumspukt. Das führt dann meist dazu, dass man sich tagelang um Kategorie 2 drückt nur um beim Erinnern dann noch mehr Zeit zu brauchen und noch weniger Lust dazu zu haben. Und wenn ich jetzt so weiterschreibe, dann kann ich direkt noch eine 3. Kategorie anführen: Die Meta-Ebene der Beschreibung des Schreibens an sich. Bevor es so weit kommt fasse ich mich kurz: Ich befinde mich gerade in der beschriebenen Nachholphase der 2. Kategorie und werde um mir gekünsteltes Umschreibe einer Stichwortliste zu ersparen eine solche direkt veröffentlichen:

  • Hansens Blogpost ist sehr schön geschrieben! Um Redundanzen zu vermeiden (und lästige Arbeit) verweise ich auf seinen Post mit dem Datum 11.6.2012 am Anfang
  • Wir haben 2 Kilo Pökelfisch bei sehr redefreudigen Frauen am Straßenrand für 1,5 Euro gekauft, und am Straßenrand ohne Beilage gegessen: Das ist nicht zu empfehlen, zuviel Salz oder Fisch scheint abführend zu wirken
  • Wir haben uns aus einem LKW Luftfilter einen Kamelkackekocher gebaut, der mit der richtigen Qualität Kamelkacke (Premium Plus) schneller kocht als unser Gaskocher (Ich werde eine Liste mit selbstgebautem Inventar bald mal veröffentlichen)
  • Unser frontal montiertes Stativ hat nach den ersten knapp 5.000 Kilometer und ca. 15.000 Fotos die ersten Schwächen gezeigt, ließ sich aber im Handumdrehen reparieren/li>
  • Wir haben unsere Rückenwindfahne verloren, und sie wiedergefunden!
  • Manche “Fototermine” auf der Strasse sind wie astreine Überfälle mit unglaublich rücksichtslosen Besoffenen, bei allem Verständnis, das ist keine Kultur, das ist dummes Gesaufe!
  • Die Strassen auf unserer Landkarte werden laut einem Bauleiter des Kasachischen Strassenbauunternehmens zum größten Teil erst Ende 2013 fertig sein, aber schön dass sie schonmal eingezeichnet sind. Der gleiche Bauleiter hat uns übrigens erlaubt auf den noch jungfräulichen unfertigen, für den Verkehr noch gesperrten Strassen zu fahren, mit dem bereits mehrfach belegten Hinweis, es gäbe manchmal metertiefe Löcher ohne Warnung
  • Der Name der Stadt Baikonour hört sich an sie ein Sachse der sagt: “Ich bike nur”. Die Sondergenehmigung in der Stadt zum Besichtigen der autonomen von Russen gekauften Gebiete ist ein Sprung über den Absperrzaun.
  • Sie versuchen es immer wieder die lachenden Stadt-Kasachen: Sie laden ein auf Bier oder zeigen einem den Bankomat, um danach Geld dafür zu verlangen: Blöd stellen hilft fast immer gegen diese Dreistigkeit!
  • Von wegen trockenes Land. Wir sind in einem Reisanbaugebiet angekommen. Wasser ohne Ende, grüne Wiesen und Malaria-Moskitos.
  • Ich freue mich auf unseren ersten 3.400 m Pass in Kirgisistan, Kasachstan ist ein sehr schönes Land, endlos weit (falls ich das noch nicht erwähnt habe) aber ein paar Berge sind einfach nicht zu schlagen.
  • Aus eine Cola Flasche, einer Zeltstange, etwas Tesa und einem Nagel haben wir uns eine patentreife Luftpistole gebastelt mit einer getesteten Reichweite von mindestens 100 m. Wir werden sie theoretisch zum Jagen von Enten und Fischen einsetzen, in der Praxis war es wahrscheinlich mal wieder eine erfolgreiche Bastelaktion die uns einen ganzen Vormittag gekostet hat
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